AV-views: Das Magazin für audiovisuelle Kommunikation und Präsentation





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Aktuell Tests Projektoren / Beamer BenQ MP724

Test: BenQ MP724

Auszug aus AV-views 01 / 2009

Als für Wohnzimmer und Büro gleichermaßen geeignet preist BenQ den XGA-Projektor MP724 an. Wir befassen uns natürlich im Schwerpunkt mit dem Büroaspekt, ignorieren dabei aber auch nicht, dass moderne Projektoren auch im Office-Umfeld mehr können müssen, als nur Tabellen und Statistiken zu präsentieren.
Äußerlichkeiten sind sicherlich Geschmackssache. Ich persönlich lege bei Gebrauchsgegenständen wie einem Projektor immer großen Wert auf den praktischen Aspekt und in diesem Sinne gefällt mir die Gehäuseoberfläche des MP724 sehr gut: Die wie narbiges Leder strukturierte Außenhaut ist – im Gegensatz zu der von immer noch häufig anzutreffenden Hochglanz-Geräten – unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und verkraftet auch eine rauere Handhabung.
Das Projektionsobjektiv wird sicher vom Gehäuse geschützt und lässt sich – wie bei vielen Geräten – durch eine Aussparung in der Oberseite des Gehäuses bedienen. Leider beeinflussen sich Fokus und Zoom gegenseitig und lassen sich nicht unabhängig voneinander bedienen. Das ist allerdings nur dann etwas lästig ist, wenn man die Projektionsgröße exakt an die Abmessungen einer Bildwand anpassen will. Die Abbildungsqualität ist aber nicht zu beanstanden: Das Bild wird über die gesamte Fläche gleichermaßen scharf und ohne Farbsäume dargestellt.
Über das Anschlussfeld an der Rückseite akzeptiert der MP724 alle üblichen Signale. Dazu gehört auch – vielleicht ist dies der „Wohnzimmeraspekt“ – dass das digitale Bildsignal nicht nur über DVI sondern auch über eine HDMI-Buchse angeschlossen werden kann. Das HDCP-Protokoll wird ebenfalls unterstützt, so dass auch bei entsprechend geschützten Filmen die Bildwand nicht dunkel bleibt.
Die gute Lichtleistung von 3500 Lumen erlaubt große Projektionen auch in hellen Räumen. Dass man allgemein bei 1-Chip DLP-Projektoren Abstriche bei der Farbqualität machen muss, ist bekannt. Insbesondere im direkten Vergleich etwa mit einem Kontrollmonitor fällt auf, dass speziell alle gesättigten Farben in Relation zum Weiß zu dunkel sind und damit schmutzig erscheinen. In der Mehrzahl der Präsentationen wird man allerdings die hohe Lichtleistung begrüßen, zumal die Einstellmenüs nicht nur vorgegebene Farbprofile bieten, sondern auch die Möglichkeit bieten, individuell die Farben anzupassen und die gefundenen Einstellungen dann abzuspeichern. Leider verschwindet auch durch Abschalten des „Hell-Modus“ der „Schmutz“ nicht gänzlich aus den Farben. Höchste Farbqualität ist bei diesem Gerät auch bei Verzicht auf Lichtleistung nicht wirklich zu erreichen. Vor diesem Hintergrund verstehen wir die „Wohnzimmertauglichkeit“ auch nur bezüglich des HDMI-Anschlusses.
Auf dem Messplatz war unser Testkandidat normgerecht auf höchstmögliche Lichtleistung eingestellt. Dabei kam das Gerät gerade noch einmal mit einem „blauen Auge“ davon, wenn es so etwas bei einem Projektor geben sollte.


Den vollständigen Test mit allen Daten und technischen Angaben finden Sie in der AV-views 2009/01


POSITIV
NEGATIV
  • DVI- und HDMI-Buchsen
  • Robustes Arbeitsgerät
  • Farbqualität auch bei red. Lichtl. nicht optimal

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