AV-views: Das Magazin für audiovisuelle Kommunikation und Präsentation





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Aktuell Tests Projektoren / Beamer Canon SX800

Test: Canon SX800

Auszug aus AV-views 01 / 2009

Als Hersteller von Projektoren verhält sich Canon eher leise und unauffällig. Dabei hätte man guten Grund, auch laut von den eigenen Geräten zu reden, denn schließlich setzt man eine besondere Technologie ein und zeigt damit auch Projektionen in bester Qualität.
Der XEED 800, kurz: SX800, basiert nämlich auf der sogenannten LCoS-Technologie. Das Kürzel steht für „Liquid Cristal on Silicon“ und bezeichnet die reflektiv arbeitenden LC-Chips. Technischer Vorteil und praktischer Nutzen ist die Tatsache, dass die einzelnen Bildpunkte (Pixel) sehr eng ohne trennende Stege oder abschattende Elemente aneinander rücken können. So sind nicht nur besonders hohe Auflösungen bei guter Lichtleistung zu erzielen, das Ergebnis ist sogar ein hervorragend homogenes Bild, frei von störendem „Fliegengitter“.
Aber zunächst zu den Äußerlichkeiten und technischen Eckdaten. Der von uns getestete X800 bietet die verlustfreie Darstellung von 1400 x 1050 Bildpunkten, was einem Seitenverhältnis von 4:3 entspricht. Um in den Genuss der resultierenden Fähigkeit zur Detaildarstellung zu kommen, ist eine großflächige Projektion in einem gut abgedunkelten Raum zu empfehlen. Hier sind dank der guten Lichtleistung von 3000 Lumen problemlos Bildgrößen von mehreren Quadratmetern zu erzielen.
Der Projektor selber kommt in einem hellen, an Perlmutt erinnernden Gehäuse. Der große Zoombereich wie auch der Fokus werden elektromotorisch bedient. Die Justierung kann feinfühlig und exakt in zwei Geschwindigkeitsstufen erfolgen. Die Bildposition liegt dank festem Off-Axis Winkel zu 95% oberhalb der Objektivmitte.
Das Anschlussfeld an der rechten Seite des Gerätes macht sich leider etwas spartanisch aus. Hier bietet sich nur die Möglichkeit, per VGA-Kabel ein analoges Computersignal oder per Adapter ein Komponentensignal einzuspeisen. Die ansonsten noch vorhandene FBAS-Buchse sollte bei einem Projektor dieser Qualitätsklasse wohl nie zum Einsatz kommen. Dass keine S-Video Buchse vorhanden ist, könnte man vielleicht noch verschmerzen, einen digitalen Eingang sollte ein Projektor dieser Klasse aber auch in der Grundausstattung bieten.
Das Einschalten quittiert das Gerät nicht nur durch eine dezente Klangfolge, sondern leider auch durch die nicht zu überhörenden Lüftergeräusche (angegeben: 35 dB). Natürlich braucht ein Projektor mit einer 230-Watt-Lampe entsprechende Lüfter zur Kühlung, aber anderen Herstellern ist es auch schon gelungen, bei doch recht großzügigen Gehäuseabmessungen die Umwelt mit weniger Lärm zu belästigen. Praktisch und sinnvoll ist in diesem Zusammenhang, dass über die Fernbedienung mit direktem Tastendruck auf niedrige Lichtleistung und damit verbunden auch geringere Lüftergeräusche umgeschaltet werden kann. Der dann noch wahrzunehmende Geräuschpegel von angegebenen 31 dB ist zwar auch noch nicht flüsterleise, wirkt sich aber dennoch positiv auf die Nerven der Beteiligten aus.
Die gezeigte Projektion hingegen lässt Freude aufkommen: In der Standard-Einstellung, die übrigens nicht die mit der höchsten Lichtleistung ist, strahlen alle Farben nicht nur sauber sondern auch hell, wie man es optimalerweise erwarten kann. Auch die Konvergenz ist hervorragend, d.h. die drei Farbauszüge, aus denen jedes Bild aufgebaut ist. Liegen exakt übereinander. Da zudem auch das Projektionsobjektiv eine sehr gute Qualität aufweist, gibt es praktisch keine farbigen Säume an feinen schwarzen Linien oder Kanten. Sollte man dennoch Farbverschiebungen feststellen, so sollte man die Qualität des VGA-Kabels prüfen. Der Fehler liegt dann wahrscheinlich nur insofern am Projektor, als er keinen digitalen Eingang bietet.


Den vollständigen Test mit allen Daten und technischen Angaben finden Sie in der AV-views 2009/01


POSITIV
NEGATIV
  • Hervorragende Bildqualität
  • Flexible Möglichkeit der Farbanpassung
  • kein Digitaleingang
  • recht laut

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