AV-views: Das Magazin für audiovisuelle Kommunikation und Präsentation





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Aktuell Tests Projektoren / Beamer InFocus IN3104

Test: InFocus IN3104

Auszug aus AV-views 01 / 2009

Der amerikanische Projektorenhersteller InFocus ist seit Beginn der DLP-Ära mit der Entwicklung eigener Geräte auf Grundlage dieser Technik erfolgreich und hat auch heute noch nahezu ausschließlich Projektoren auf Basis der Microspiegel von Texas Instruments im Programm. Dass die Technik auch noch immer Platz für Innovationen und Optimierungen bietet, zeigen die aktuellen Geräte. Wir haben für unseren Test den IN3104 in unser Haus geholt. Es handelt sich um ein XGA-Gerät mit hoher Lichtleistung (3500 lm), das auch in größeren, hellen Räumen flexibel oder fest installiert eingesetzt werden kann.
Am schlicht-eleganten Gehäuse mit seiner schwarzen, hoch glänzenden Oberfläche fällt vielleicht sofort auf, dass keinerlei Tasten zur Bedienung zu sehen sind. Nach dem Verbinden mit der Netzspannung erscheint dann aber dezent in blau leuchtend wie aus dem Nichts auf der glänzenden Oberfläche ein Einschaltsymbol. Wer nun einen Fingerabdruck auf der edlen Oberfläche nicht scheut und das Symbol leicht berührt, hat gewonnen: Der Projektor schaltet sich – leider durch sein Lüftergeräusch mehr als deutlich erkennbar – ein und nun sind auch die für die Menübedienung etc. benötigten Sensoren auf der Oberfläche sichtbar. Dieses Bedienkonzept ist nicht nur elegant sondern auch durchaus funktional. Ungünstig ist es höchstens für solche Perfektionisten, die sich immer eine makellos saubere Oberfläche wünschen. Eine für InFocus typische Besonderheit ist noch zu nennen: Zum Ausschalten des Gerätes wird der entsprechende Sensor nur einmal berührt. Das bei anderen Geräten übliche zweite drücken zur Bestätigung des Ausschaltwunsches führt bei InFocus zum Widerrufen des Ausschaltbefehls.
Wo wir gerade bei den Bedienelementen sind: Fokus und Brennweite des im Gehäuse sicher integrierten Projektionsobjektivs werden durch eine Aussparung in der Geräteoberfläche justiert. Leider hat man wohl etwas an der Qualität der Optik gespart: Zoom und Fokus beeinflussen sich stark gegenseitig, weswegen das Justieren der Bildgröße und das Scharfstellen in einem iterativen Prozess erfolgen muss. Auch ist die mechanische Qualität nur mäßig: Beim Berühren der Justierringe springt die Bildposition. Ist das Bild aber optimal eingestellt, so ist die Darstellung nicht zu beanstanden: Alle Bildbereiche sind gleichermaßen scharf und keine nennenswerten Farbsäume stören den guten Bildeindruck.
Projiziert wird mit einem Off-Axis-Winkel von 115%. Die Unterkante des Bildes liegt also immer deutlich über der Höhe des Objektivs. Durch die relativ lange Brennweite darf der Projektor nicht zu dicht vor der Bildwand stehen. Für eine Projektionsgröße von einem Quadratmeter wird eine Distanz von mindestens 2,2 m benötigt.
Ein erster Blick auf das rückseitige Anschlussfeld des Projektor zeigt, dass an nichts gespart wurde. Nur eine DVI-Buchse für das digitale Signal aus dem Computer könnte man vermissen. Aus signaltechnischer Sicht kann hier natürlich die HDMI-Buchse über einen entsprechenden Adapter verwendet werden. Ihre Schwachstelle ist allerdings das Fehlen einer mechanischen Verriegelung.
Zwar auch ohne mechanische Verriegelung aber höchst interessant und äußerst praktisch die DisplayLink-Verbindung per USB-Kabel. Durch sie können nicht nur viele Anpassungsprobleme und Fehlerquellen vermieden werden, sondern es entsteht durch die Verwendung des zweiten Grafikausgangs die Möglichkeit, auf dem eigenen Monitor andere Inhalte zu sehen, als man per Projektor zeigt.


Den vollständigen Test mit allen Daten und technischen Angaben finden Sie in der AV-views 2009/01


POSITIV
NEGATIV
  • DisplayLink
  • Sehr gute Farbdarstellung möglich
  • recht laut
  • Objektiv wackelt / schlecht zu justieren

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