Wenn wir im Projektoren-Segment von Epson sprechen, dann sind im Grunde zwei Geschäftsbereiche des Unternehmens angesprochen. Vordergründig ist es der Imaging-Bereich „i2: Imaging on Screen/ Projektoren“. Der aber kauft bei „Epson Electronics“ viele der Bauteil ein, insbesondere die drei LC-Chips zur Lichtmodulation – die „Bilderzeuger“. So ist es wohl selbstverständlich, dass Epson auf LCD-Technik schwört und als einziger großer Hersteller keine anderen Technologien einsetzt.
Für den heutigen Test haben wir uns einen Projektor der neusten Serie ins Haus geholt, der gleichermaßen für unterwegs wie für den Konferenzraum geeignet ist. Der EB-1735W wird mit einer Lichtleistung von 3000 Lumen angegeben und bietet eine Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten. Er ist damit bestens auf Notebooks im 16:10-Format zugeschnitten, kann aber natürlich auch andere Auflösungen und Seitenverhältnisse bis hin zu UXGA umrechnen und darstellen.
Der optische Eindruck des perlmutweißen und mit 1,8 kg leichten Gerätes ist zweckmäßig elegant und wird nur gestört durch die „Warnung-“ und „Vorsicht-“ Aufkleber, die sicherlich nicht vom Designer des Projektors vorgesehen waren.
Das Anschlussfeld auf der Rückseite gehört zu den sparsamen. Sieht man von einem digitalen Eingang und einem VGA-Ausgang einmal ab, so sind aber doch alle üblichen Bildzugänge vorhanden. Hinzu kommen zwei USB-Buchsen, für die Gerätesteuerung (RS232 ist nicht vorgesehen) sowie den mitgelieferten W-LAN Stecker.
Angenehm und sinnvoll für die meisten Einsatzgebiete dürfte die kurze Brennweite des manuell zu bedienenden Zooms sein. So können aus kürzester Entfernung beeindruckend große Bilder projiziert werden. Praktisch ist auch ein weiteres Detail: Eine mechanische Abdeckung kann im Betrieb vor das Präsentationsobjektiv geschoben werden, wenn die Aufmerksamkeit des Publikums einmal von der Projektionswand weg auf den Moderator oder auf andere Präsentationshilfen gelenkt werden soll. Bei geschlossenem Objektiv reduziert sich die Lampenleistung automatisch und das Bild, das dann natürlich nicht zu sehen ist, wird auf „schwarz“ geschaltet. So dürfte der Projektor auch länger Pausen schadlos überstehen, um dann aber bei Bedarf fast ohne Zeitverzögerung wieder ein Bild zu zeigen. Einzige Voraussetzung zum Einsatz dieser praktischen Funktion: Der Projektor muss sich in Reichweite des Präsentators befinden.
Bei voller Lampenleistung sind die Betriebsgeräusche leider auf einem Niveau, das in ruhiger Arbeitsatmosphäre als störend empfunden werden dürfte. Erst im Sparmodus wird es erträglich, ist aber immer noch lauter als moderne PCs oder Notebooks.