Im Bereich der Projektionstechnik gibt es bekanntlich zwei Lager und auch zwei Monopolisten: Wer DLP-Projektoren baut, muss die Chips bei Texas Instruments einkaufen, wer auf LCD setzt, ist auf das Angebot von Seiko Epson angewiesen. Nur eine Ausnahme gibt es: Sony ist der einzige Hersteller, der eigene Chips für LCD-Projektoren produziert. Inwieweit sich aber genau darauf basierende Vorteile für den Anwender ergeben, können wir nicht abschätzen.
Das Gerät, das wir heute auf unseren Prüfstand stellen, ist gerade frisch auf den Markt gekommen. Es gehört mit seiner XGA-Auflösung und der Lichtleistung von 3000 Lumen – wie auch die anderen Kandidaten unseres Tests – in den Anwendungsbereich „mittlere bis große Konferenzräume“. Dabei ist es durchaus so handlich, dass es nicht fest installiert sein muss, sondern sehr flexibel eingesetzt werden kann. Als Top-Modell der Serie ist unser VPL-DX15 sogar mit W-LAN Technik ausgestattet und kann so besonders effektiv in Konferenzen mit wechselnden Präsentatoren eingesetzt werden.
Der Projektor in seinem glatten, weißen Gehäuse und der schwarzen Frontblende ist optisch kaum auffallend. Wenige Bedienelemente auf der Geräteoberseite reichen für Funktionen und die Menüsteuerung. Auffallend sind vielleicht die drei Aussparungen über dem Objektiv. Zwei ermöglichen den üblichen Zugriff auf Zoom und Fokus. In der dritten Aussparung befindet sich das Bedienelement für eine Blende, die sich vor das Projektionsobjektiv schieben lässt. So kann während eines Vortrags der Projektor gezielt auf „kein Bild“ gestellt werden. Die mechanische Blende ist gekoppelt mit dem „Bild-Muting“, dem „Schwarzschalten“ des Bildes, so dass die Lichtenergie nicht in der Blende sondern in den LC-Chips im Projektor hängen bleibt. Wie zuträglich das für deren Lebensdauer ist, wissen wir nicht. Der Effekt jedenfalls ist gut: Durch die Blende verlässt auch kein Restlicht, das bei LCD-Projektoren sonst bekanntlich deutlich wahrnehmbar ist, das Projektionsobjektiv.
Das rückseitige Anschlusspanel fällt recht spartanisch aus. Auf einen Digitaleingang hat man genauso verzichtet, wie auf einen VGA-Ausgang für den Kontrollmonitor. Der einzige VGA-Eingang wird auch gleichzeitig für das Komponentensignal genutzt. Aber bezüglich der Anschlussmöglichkeiten hat der VPL-DX15 ja andere Stärken.