Ist es Zufall oder Modetrend: Alle unsere heutigen Testkandidaten kommen im weißen Gehäuse. So auch der EB1925W aus dem Hause Epson. Bei diesem Hersteller erübrigt sich eigentlich der Hinweis darauf, dass es sich um einen LCD-Projektor handelt, der – weil’s technisch nicht anders geht – drei Chips zur Bilderzeugung benötigt. Um gleich zu Anfang auf eine weitere Besonderheit bei den Herstellerangaben einzugehen: Epson, wie auch andere Hersteller von LCD-Projektoren, nennt bei der Angabe der Lichtleistung nicht nur die normgerecht ermittelten Lumen, sondern zugleich immer einen zweiten Wert, die Farblichtleistung, der wertmäßig mit erstgenanntem identisch ist. Es handelt sich hierbei um einen technisch durchaus nachvollziehbar ermittelten Wert, der aber nur Sinn machen würde, wenn auch DLP-Projektoren entsprechend gemessen würden. Hersteller aus diesem Lager machen das aber nicht und so ist diese Angabe für den Anwender nicht nützlich.
Zurück zum EB1925W, der – wie das „W“ in der Bezeichnung andeutet – im Wide-Format projiziert. Seine 1280 x 800 Bildpunkte passen somit wesentlich besser zu der Mehrzahl der aktuellen Notebooks und Rechner. Das Gerät ist optimiert für den Arbeitseinsatz bei Präsentationen, Konferenzen und Schulungen und kann dank der hohen Lichtleistung von 4000 Lumen auch in hellen Umgebungen eingesetzt werden.
Apropos „helle Umgebung“: Lassen Sie sich nicht zu falschen Schlüssen verleiten. Die Herstellerangabe des Kontrastverhältnisses hat praktisch nichts mit dem im hellen Raum projizierten Bild zu tun. Sieht man aber bei der Projektion eines 4:3 Bildes mittels 16:9-Projektor neben dem Bild noch schwach die Fläche des Breitformates, so ist das ein Hinweis auf ein nicht so optimales Kontrastverhältnis. Bei LCD-Projektoren wie bei unseren Testkandidaten ist in der Regel was zu sehen. Der EB1925W ist übrigens mit einem manuell zu bedienenden Shutter ausgestattet. So lässt die die Projektion während eines Vortrags oder einer Schulung einfach dunkel schalten und damit die Aufmerksamkeit der TeilnehmerInnen auf andere Dinge lenken. Die Bildwand bleibt so wirklich dunkel.
Das Anschlussfeld an der Rückseite es Projektors bietet deutlich mehr, als nur das Nötigste. So finden sich neben den üblichen analogen auch ein digitaler HDMI-Eingang sowie gleich drei USB-Buchsen. Das Besondere hier: Der Projektor kann Bild und Tonsignal über USB empfangen. Verbindet man den Rechner per USB mit dem Projektor, so lässt sich von letzterem eine Software (Windows) herunterladen. Sie installiert einen Treiber, der sofort die Bild- und Tonübertragung ermöglicht. Zusammen mit den beiden VGA-Eingängen lassen sich so drei Computer gleichzeitig mit dem Projektor verbinden. Für die Audio-Übertragung bietet der Projektor einen 10 Watt Verstärker, was bezüglich der Lautstärke in üblichen Konferenzräumen ausreichen dürfte. Ein Audio-Ausgang kann aber auch die Verbindung zu einer externen Verstärkeranlage herstellen. Auch im Netzwerk macht der Projektor eine gute Figur. Das Gerät lässt sich sehr komfortabel per Funk (W-LAN) oder Kabel in ein Computernetz einbinden. Epson liefert die bekannte, eigene Software „EasyMP“ mit, deren Funktionsumfang zu beschreiben den Rahmen dieses Tests sprengen würde. Hier nur so viel: mit der Software lassen sich auch größere Schulungs- und Konferenzsituationen ideal managen. Sehr angetan waren wir von der Bildqualität, die auch bei voller Lichtleistung überzeugen konnte. Natürlich lassen sich Anpassungen an die lokalen Gegebenheiten machen. Hier kann man aus sieben Voreinstellungen auswählen oder auch eine benutzerdefinierte Anpassung von Farbe und Gamma wählen.