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AV-views.de Aktuell Tests Projektoren / Beamer Casio XJ-A240

Test: Casio XJ-A240

Lange und gespannt hatten wir auf das technisch innovative Gerät von Casio gewartet. Der Projektor war uns bereits in unseren Räumen im Dezember letzten Jahres vorgestellt worden – allerdings noch ein Vorserien-Modell und unter der Maßgabe der Verschwiegenheit. Vor Januar durfte nichts an die Öffentlichkeit und im Dezember ließ man uns auch nicht längere Zeit unbeobachtet mit dem Projektor. Schließlich galt es, ein Geheimnis zu wahren. Die neuen Projektoren der XJ-A Serie sind nämlich mit einer neuartigen Lichtquelle ausgestattet, über die zunächst nichts weiter verraten wurde, als dass es sich um eine Kombination aus LED und „irgendetwas anderem“ handelt. Als größter Vorteil dieser Neuerung wurde – neben der Quecksilberfreiheit – die um das Zehnfache erhöhte Lebensdauer genannt. Speziell bei Projektoren, die sich im Dauereinsatz befinden, zum Beispiel im Bereich der Werbung oder auch in Schulungseinrichtungen, schlagen die Kosten für neue Lampen immer starke Löcher in den Haushalt. Schließlich macht der Ersatz preislich oft ein Drittel der Summe aus, die man für das komplette Neugerät hingeblättert hat. Hinzu kommt, dass die Lampenleistung schon im Laufe der meist mit 2000 Stunden angegebenen Lebensdauer absinkt und am Ende bei 50% angekommen ist. So wird im Laufe der Zeit aus einem 2000-Lumen-Gerät eins von nur noch 1000 Lumen.
Casio zeigte dann auf der ISE in Amsterdam am Anfang des Jahres erstmals seine neue Projektorenserie mit einer selbst entwickelten Hybrid-Lichtquelle aus LED und Laser. Was genau hinter dieser Technik steckt, lesen Sie direkt im Anschluss an diesen Test unter der Überschrift „Hybrid-Technik“.
Die neue Projektorenserie ist in ultraflachen Gehäusen untergebracht. Ein Gerät passt genau auf ein A4-Blatt und kommt mit 43 mm Bauhöhe aus. Folglich kann auch kein großes Objektiv Verwendung finden. Casio beweist aber, dass auch mit geringen Abmessungen hohe Qualität geliefert werden kann. Mit dem 2-fach Zoom in Kombination mit kurzer Brennweite dürfte man in der Mehrzahl der Anwendungen eine optimale Bildgröße erzielen können. Wer nach Stellringen für Fokus und Zoom am Objektiv sucht, der bemüht sich vergeblich. Die Justierung erfolgt bei diesen Geräten elektrisch über das Menüfeld auf der Oberseite des Projektors oder im Direktzugriff über die IR-Fernbedienung.
Die Bildlage ist vertikal so weit angehoben, dass sich ca. 80% der Bildhöhe oberhalb der optischen Achse, also der Objektivmitte, befinden. Höher hinaus zu gehen ist dank großem vorderen Ausstellfuß kein Problem. Die Bildgeometrie wird automatisch recht gut und schnell korrigiert. Feinarbeiten sind zwar manchmal von Hand nötig, aber dank der direkten Tasten der Fernbedienung schnell erledigt.
Wo wir gerade bei der Fernbedienung sind: Diese passt zwar in ihrem Design – schwarz mit geschwungenen Konturen – nicht gerade zum Projektor, dafür aber gut in die Hand. Sie bietet zudem die wichtigen Funktionen im direkten Zugriff. Dazu gehören nicht nur die Tasten für Zoom und Fokus sowie die Keystone-Entzerrung, sondern auch die Möglichkeiten, direkt die ECO-Modi zu wechseln oder das Seitenverhältnis der Projektion manuell festzulegen. Bei Präsentationshilfen wurde an „Blank“ und „Freeze“ gedacht, weniger praxisgerecht sind der schlecht zu manövrierende Pointer und die digitale Zoom-Funktion, deren Relevanz mir noch niemand in der Praxis beweisen konnte. Schön wäre noch ein Laserpointer gewesen, aber man kann wohl nicht alles haben.

Schauen wir uns doch einmal unseren Testkandidaten, einen XJ-A240 genauer an. Schnell hat man sich einen Überblick über das Anschlussfeld verschafft. Da ist nämlich nicht viel zu sehen. Etwas ungewöhnlich ist die AV-Kombibuchse. Es handelt sich um einen vierpoligen Klinkenstecker (3,5 mm), über den sowohl das Stereo-Tonsignal als auch die FBAS- (Composite oder Video) Leitung läuft. Ein entsprechendes Kabel mit den üblichen Cinch-Steckern am anderen Ende wird mitgeliefert und man sollte gut darauf aufpassen, da Ersatz sicher nicht in jedem Medien-Markt zu haben sein dürft. Das Analoge Computer-Bildsignal wird über die übliche 15-pol D-Sub Buchse entgegengenommen. Per Adapter lässt sich hier auch ein Komponentensignal einspeisen. Aber auch mit digitalen Signalen kommt der Projektor zurecht. Eine HDMI-Buchse bietet normgerechten Zugang.

Nach dem ersten Einschalten startete unser Gerät mit den Werksvorgaben und damit im so genannten Eco-Modus 2. Die Farben sind auffallend strahlend.


Den vollständigen Test mit allen Daten und technischen Angaben finden Sie in der AV-views 2010/02


POSITIV
NEGATIV
  • Klare Farben
  • Großer Motorzoom
  • Flaches Gehäuse
  • Lichtleistung nicht erreicht
  • max. Leistg. = schlechte Farbe
  • max. Leistg. = viel zu laut

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