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AV-views.de Aktuell Tests Projektoren / Beamer Acer U5200

Test: Acer U5200

Der Ultrakurzdistanzprojektor U5200 basiert auf der DLP-Technologie und liefert eine Lichtleistung von angegebenen 2500 Lumen mit 1024 x 768 Bildpunkten. Er macht äußerlich einen edel-eleganten Eindruck. Wer allerdings Wert darauf legt, dass dieser Eindruck immer zur Geltung kommt, der sollte geeignete Putzmittel zur Hand haben: Der schwarze „Klavierlack“ zieht nicht nur Staub sondern auch Fingerabdrücke fast magisch an.
Sinnvoll ist, dass der Umlenkspiegel eingeklappt werden kann, wenn das Gerät nicht in Gebrauch ist. So wird er nicht nur vor Staub geschützt, das ganze Gerät ist auf diese Weise auch viel kompakter und besser transportabel.
Eher unpraktisch erscheint uns, dass sich das Anschlussfeld an der Vorderseite des Gerätes befindet. Diese Seite steht bei den Ultrakurzen nicht selten im direkten Kontakt zur Projektionswand, meist aber kurz davor. Durch die Anordnung des Anschlussfeldes wird man immer den Projektor drehen müssen, wenn man eine Verbindung herstellen oder trennen möchte. Speziell die computerlose Präsentation von einem USB-Speicherstick – eigentlich ein praktisches Detail – ist durch diese Anordnung extrem unkomfortabel. Wenn man aber Zugang zum Anschlussfeld hat, wird man von der Vielfalt der Möglichkeiten nicht enttäuscht. Alle üblichen Signalleitungen werden unterstützt – einschließlich gleich zweier HDMI-Buchsen, die natürlich auch HDCP unterstützen. Sehr schön – mit oben genannten Abstrichen – ist die Möglichkeit, direkt vom USB-Stick zu präsentieren. Zur Steuerung und Kontrolle kann neben RS232 auch die LAN-Verbindung genutzt werden. Drahtlos ist es mit einem geeigneten USB-WLAN Adapter möglich. Auch die Einbindung in die Crestron Mediensteuerung / Crestron RoomViewer ist vorbereitet und daher leicht zu realisieren.
Über LAN ist allerdings noch wesentlich mehr möglich. Hat man von einem mit dem lokalen Netz verbundenen Rechner aus die IP-Adresse des Projektors angesprochen, so wird der Download des Acer eProjection Management-Dienstprogramms für PC-Projektion angeboten. Mit seiner Hilfe lässt sich der Bildschirminhalt des Rechners über den Projektor zeigen. Die Handhabung ist sehr einfach und bestens für Konferenzen, Arbeits- und Schulungsgruppen geeignet, denn es stehen zwei Modi zur Verfügung. Beim gleichberechtigten Zugang zeigt immer derjenige den Inhalt seines Computerbildschirms, der zuletzt auf „Project“ drückt. Es gibt auch die Möglichkeit, per Split-Screen gleichzeitige bis zu vier Bilder aus dem LAN zu zeigen.
((Bild Acer_konferenz.jpg))
Der zweite LAN-Modus ist die Konferenz. Hier bestimmt ein Leiter per Browser, welcher der im LAN angemeldeten Computer projizieren darf. Auch dabei steht der Split-Screen zur Verfügung. Diese Möglichkeit kann hervorragend genutzt werden, wenn zum Beispiel bei Computer-Schulungen ein Lehrer bestimmen soll, wessen Bildschirm für alle sichtbar ist.

Gehen wir in den praktischen Test. Mit einem deutlich vernehmbaren Signalton meldet der Projektor, dass er eingeschaltet wurde (die Lautstärke lässt sich reduzieren). Der Ton macht Sinn, denn ansonsten bleibt das Gerät zunächst einmal stumme. Erst, nachdem das Bild erschienen ist, läuft dann irgendwann der temperaturgeregelte Lüfter los, um sich bald leider doch auf ein kaum noch überhörbares Niveau zu steigern. Acer gibt 33 dB an, was für ruhige Arbeitssituationen deutlich zu viel ist. Sobald der Projektor richtig platziert und ausgerichtet ist, zeigt er in der Standard-Einstellung ein farblich voll zufriedenstellendes Bild. Allerdings gelang es uns nicht, bei geometrisch korrektem Bild den Fokus (Schärfe) optimal einzustellen. Wir mussten uns für einen Kompromiss zwischen oben scharf oder unten scharf oder trapezförmiger Verzerrung entscheiden. Es gibt zwar eine digitale Trapezentzerrung, die aber – wie üblich – die Bildauflösung reduziert. Auch mussten wir eine tonnenförmige Verzerrung des oberen Bildrands feststellen, die sicher nicht von unserer planen Projektionsfläche her rührt. Am Ende muss natürlich jeder Nutzer selbst entscheiden, ob er die nicht ganz optimale Darstellung tolerieren kann.


Den vollständigen Test mit allen Daten und technischen Angaben finden Sie in der AV-views 2011/02


POSITIV
NEGATIV
  • Gute Netzwerkfunktionalität
  • Anschlussvielfalt
  • Lichtleistung unter Soll
  • Anschlüsse an Vorderseite
  • Bildgeometrie nicht optimal

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